Dieses DIY schreit nach Urlaub
Manche DIYs sehen einfach sofort nach Sommer, Meer und „ich wäre jetzt gern an der Küste“ aus. Und genau dazu gehören diese maritimen Fische aus Stoff. Sie sind schnell genäht, super dekorativ und perfekt, wenn du Stoffreste sinnvoll verwerten möchtest. Das Beste: Du brauchst keine Profi-Nähskills. Wenn du eine gerade Naht hinbekommst, bist du hier schon sehr weit vorne.
Die genähten Fische kannst du als Deko fürs Badezimmer, Kinderzimmer, Ferienhaus, den Balkon oder als kleines Geschenk verwenden. Besonders schön wirken sie, wenn du mehrere Fische aus verschiedenen blau-weißen Stoffen kombinierst: gestreift, gepunktet oder mit kleinen Ankern. Dazu noch etwas Jutekordel, Holzperlen und vielleicht ein paar Muscheln – und zack, dein Zuhause fühlt sich direkt ein bisschen nach Strandhaus an.

Materialien für deine maritimen Stofffische
Du brauchst:
- Baumwollstoffe in Blau-Weiß, zum Beispiel gestreift, gepunktet oder mit Ankermuster*
- Füllwatte
- Nähmaschine* oder Nadel und Faden
- Schere oder Stoffschere
- Stecknadeln oder Stoffklammern
- Bleistift oder Trickmarker
- Fisch-Vorlage aus Papier (oder z.B. hier unsere Vorlage herunterladen)
- Jutekordel oder Baumwollkordel
- Holzperlen
- Optional: kleine Muscheln, Knöpfe, Etiketten oder Mini-Anhänger
- Optional: Heißkleber für Deko-Details

Schritt 1: Fisch-Vorlage zeichnen
Zeichne dir zuerst einen einfachen Fisch auf Papier oder drucke dir hier unsere Vorlage aus. Die Form darf ruhig schlicht sein: länglicher Körper, kleine Schwanzflosse, fertig. Gerade bei maritimer Deko wirkt es oft schöner, wenn die Form nicht zu kompliziert ist.
Hier ist unser Freebie Schnittmuster zum Download
Schneide die Vorlage aus und lege sie auf deinen Stoff. Wenn du mehrere Fische nähen möchtest, kannst du die Vorlage in verschiedenen Größen anfertigen. Das sieht später besonders lässig aus. Mache auch unterschiedlich lange und dicke Fische – gerade in der Kombi von Formen und Stoffen liegt er Reiz.
Schritt 2: Stoff zuschneiden
Lege den Stoff doppelt, sodass die schönen Seiten innen aufeinanderliegen. Das nennt man rechts auf rechts. Übertrage die Fischform auf den Stoff und schneide sie mit etwa 0,5 bis 1 cm Nahtzugabe aus.
Du brauchst pro Fisch zwei Stoffteile: eine Vorderseite und eine Rückseite.
Kleiner Tipp: Bei gestreiftem Stoff sieht es besonders schön aus, wenn die Streifen längs am Fisch entlanglaufen. Bei Ankerstoff kannst du darauf achten, dass die Anker später nicht auf dem Kopf stehen. Das klingt pingelig, aber glaub mir: Man sieht es am Ende.
Schritt 3: Stoffteile feststecken
Lege beide Fischteile rechts auf rechts aufeinander und stecke sie mit Stecknadeln oder Stoffklammern fest. Lass am Bauch oder an einer geraden Seitenstelle eine kleine Wendeöffnung frei. Die sollte ungefähr 3 bis 4 cm groß sein.
Wenn du den Fisch später aufhängen möchtest, kannst du oben direkt eine kleine Schlaufe aus Kordel zwischen die Stofflagen legen. Die Schlaufe zeigt dabei nach innen, die Enden schauen an der Nahtkante heraus. So wird sie beim Nähen direkt mitgefasst.
Schritt 4: Fisch zusammennähen
Nähe nun einmal rundherum entlang deiner Markierung. Denk daran, die Wendeöffnung offen zu lassen. Nähe am Anfang und Ende kurz vor und zurück, damit die Naht nicht aufgeht.
An engen Rundungen kannst du langsam nähen und den Stoff Stück für Stück drehen. Das muss nicht perfekt sein. Gerade kleine Unregelmäßigkeiten machen handgemachte Deko oft erst charmant.

Schritt 5: Rundungen einschneiden
Bevor du den Fisch wendest, schneide die Nahtzugabe an Rundungen und in Ecken vorsichtig ein. Schneide aber nicht in die Naht. Dadurch legt sich der Stoff nach dem Wenden schöner und der Fisch bekommt eine sauberere Form.
Besonders an der Schwanzflosse lohnt sich dieser Schritt. Sonst sieht sie schnell etwas knubbelig aus. Und ja, das ist ein sehr offizieller Fachbegriff. Fast.
Schritt 6: Fisch wenden
Wende den Fisch durch die Öffnung auf rechts. Nutze dafür vorsichtig einen stumpfen Stift, einen Pinselstiel oder ein Essstäbchen, um die Schwanzflosse und die Spitze schön herauszuarbeiten.
Bitte nicht zu wild drücken, sonst kann die Naht reißen. Frag nicht, woher ich das weiß.
Schritt 7: Fisch füllen
Fülle den Fisch mit Füllwatte. Starte am besten mit der Schwanzflosse und arbeite dich langsam nach vorne. Der Fisch sollte schön weich und leicht gepolstert sein, aber nicht so vollgestopft, dass er aussieht wie ein übermotiviertes Sofakissen.
Wenn du möchtest, kannst du etwas Lavendel oder getrocknete Kräuter mit hineingeben. Dann wird daraus direkt ein kleines Duft-DIY. Für Bad oder Kleiderschrank ist das richtig schön.
Schritt 8: Wendeöffnung schließen
Schließe die Öffnung mit einem Matratzenstich von Hand. Wenn es ganz schnell gehen soll, kannst du die Öffnung auch knappkantig mit der Nähmaschine schließen. Die Handnaht sieht allerdings etwas sauberer aus.
Schritt 9: Fisch verzieren
Jetzt kommt der schönste Teil: das Styling. Du kannst kleine Knöpfe als Augen annähen, Holzperlen auf die Kordel ziehen oder Muscheln befestigen. Auch kleine Etiketten aus Kraftpapier sehen toll aus, besonders wenn du die Fische verschenken möchtest.

Für den typischen Beach-House-Look passen besonders gut:
- Jutekordel
- Holzperlen
- kleine Muscheln
- naturfarbene Anhänger
- blau-weiße Stoffkombinationen
- kleine Metall-Anker oder maritime Charms
Schritt 10: Mehrere Fische kombinieren
Am schönsten wirken die maritimen Stofffische als kleine Gruppe. Nähe zum Beispiel drei Fische aus unterschiedlichen Stoffen: einen gestreiften, einen gepunkteten und einen mit Ankermuster. Hänge sie leicht versetzt an eine Kordel oder befestige sie an einem Stück Treibholz.
So entsteht eine richtig hübsche maritime Wanddeko, die aussieht wie aus einem kleinen Küstenladen. Nur günstiger. Und selbstgemacht. Also eigentlich besser.
Ideen für die Verwendung
Du kannst die genähten Fische vielseitig einsetzen:
- Als maritime Wanddeko
- Als Geschenkanhänger
- Als Deko fürs Badezimmer
- Als Sommerdeko für Balkon oder Terrasse
- Als Mitbringsel für Küstenfans
- Als Anhänger für Geschenkverpackungen
- Als kleines DIY Geschenk für Kinderzimmer oder Ferienhaus
Besonders schön finde ich sie an einem kleinen Ast oder Treibholzstück. Dazu ein paar Holzperlen, Muscheln und Kordel – fertig ist eine Deko, die sofort nach Urlaub aussieht.
Warum dieses DIY so genial ist
Dieses Projekt ist perfekt, wenn du Stoffreste verwerten möchtest. Du brauchst nur kleine Stoffstücke, kannst Farben und Muster frei kombinieren und bekommst am Ende ein Ergebnis, das richtig hochwertig wirkt.
Außerdem ist es ein tolles Anfängerprojekt. Die Form ist einfach, die Nähte sind überschaubar und selbst kleine Fehler fallen kaum auf. Wenn ein Fisch etwas schief wird, sieht er eben besonders handgemacht aus. Das nennen wir dann Designentscheidung.
Fazit: Maritime Fische nähen macht sofort Sommerlaune
Genähte Stofffische sind ein simples, günstiges und wunderschönes DIY für alle, die maritime Deko lieben. Mit blau-weißen Stoffen, Jutekordel, Holzperlen und Muscheln entsteht im Handumdrehen ein kleiner Küstenlook für dein Zuhause.
Ob als Deko, Geschenk oder Resteverwertung: Dieses DIY schreit wirklich nach Urlaub. Und das Beste ist: Du kannst es an einem Nachmittag fertigstellen, ohne vorher einen Nähkurs belegen zu müssen. Genau solche Projekte liebe ich.





